Eröffnungs-/ Abschlussfeier
Eröffnungsfeier:
Die Special Olympics National Summer Games sind eröffnet
Mit einer mitreißenden, bunten und emotionalen Eröffnungsveranstaltung, die Athleten wie Gäste gleichermaßen begeisterte, sind am Abend die Special Olympics National Games 2010 in der Bremen Arena feierlich eröffnet worden.
Bundesratspräsident Jens Böhrnsen, Bürgermeister von Bremen und Schirmherr der Veranstaltung, eröffnete die Spiele vor 10.000 Teilnehmern und Gästen, die mit ihrer Begeisterung die Bremen Arena zum Beben brachten.
Große Show für die Athleten
„Revolverheld“ war der Überraschungsakt der fulminanten Show zur Eröffnung der Special Olympics National Games 2010 am Montagabend in der Bremen-Arena.
In der Regie von Regina Stahl bot sich den mehr als 4.500 Athleten, ihren Coaches und Betreuern, den Familienangehörigen und Volunteers eine farbenprächtige, phantasievolle Show auf höchstem Niveau. Dafür sorgten Gruppen und Showacts wie das Blaumeier Ensemble, der Blumenthaler Turnverein, Carambolage Akrobatik und Kinder des Sportvereines Bremen 1860, die die 10.000 Gäste auf eine Reise nach Bremen mitnahmen. Anschließend zogen Volunteers als Schilderträger mit den Athletensprechern der 18 teilnehmenden Delegationen - die16 Bundesländer sowie die Gastdelegationen Polen und Lettland - mit großem Applaus in die Halle ein. Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt der Kinder des Sportvereines Bremen 1860. Eigens für die Eröffnungsfeier kreierten sie einen Song – „in jedem von uns steckt ein Held, alle können was, kleine Athleten, große Athleten, wichtig ist der Spaß.“
SOD-Präsident Gernot Mittler hob in seiner Begrüßung hervor, dass es noch nie in der Geschichte der National Games so eine große Anzahl an Teilnehmer gab wie dieses Jahr - „wir sind auf einem guten Weg und da wollen wir auch bleiben – mit euch und für euch!“
Bundesratspräsident Jens Böhrnsen bekräftigte die Bedeutung der Spiele: „Special Olympics sind nicht nur ein großes Sportereignis, sondern setzen auch Zeichen in die Gesellschaft hinein.“ Bernd Neumann, Staatsminister und Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, freut sich auf herausragende Leistungen in beiden Bereichen. Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienste von Frieden und Entwicklung, betonte, dass unabhängig davon, wie die Wettbewerbe ausgingen, alle Athleten Gewinner seien.
Riesiger Jubel der 10.000 in der Bremen Arena, als Nationalspieler Per Mertesacker, der gemeinsam mit Pascal Genoux und Eduard Merkel der Kampagne "In jedem von uns steckt ein Held" das Gesicht gab, in einer Videobotschaft aus dem Trainingscamp der Nationalmannschaft in Südafrika grüßte. Der Höhepunkt der Veranstaltung bildete das olympische Zeremoniell. Nachdem die Special Olympics-Fahne von sechs Persönlichkeiten in die Halle getragen und feierlich gehisst wurde, sprachen Roman Eichler, Athletensprecher Deutschland, und der Ehrenspielführer von Werder Bremen, Frank Baumann, den Special Olympics Eid "Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben."
Das Feuer wurde nach dem finalen Fackellauf feierlich auf der Bühne von den Athleten Eduard Merkel und Pascal Genoux, die durch den ehemaligen Werder-Spieler Marco Bode begleitet wurden, entzündet. Der offizielle Teil der Veranstaltung mit der Hymne „Let me win“, dargeboten von SO Bremen Gründungsmitglied Jennifer Schröder, beendet. Zum Abschluss brachte die Band Revolverheld die Zuschauermenge noch mal zum Kochen – die gelungene Eröffnungsfeier endete in einer ausgelassenen Stimmung. Durch das Programm führten die Radio Bremen- Moderatoren Jule Gölsdorf und Dirk Meißner mit Unterstützung der Bremer Athleten Vanessa Giesenberg und Fabian Berg.
Abschlussfeier:
Nach schweißtreibenden und erfolgreichen Spielen wurden am 18.06.2010 die National Games 2010 in Bremen in einem feierlichen Rahmen beendet.
Künstler und Musiker bereicherten das Programm. Beeindruckende Szenen und Bilder von den Wettbewerben wurden während des Abends eingespielt, bei denen – wie auch in der gesamten Veranstaltungswoche – unsere Athletinnen und Athleten im Mittelpunkt standen. Zum Abschluss wurde die Special Olympics Fahne an die Ausrichter der nächsten National Games übergeben und ein letztes Mal die Special Olympics Hymne „Let me win“ gesungen. Mit einem Schlusswort wurden die Spiele offiziell beendet.
Gernot Mittler (Präsident der Special Olympics Deutschland): „Nach solchen Veranstaltungen ist man geneigt, den Himmel voller Geigen zu sehen. Ich will mich davor schützen. Und die Eindrücke aus dieser Woche so schildern wie ich sie erlebt habe. Es war eine großartige Woche: Das begann schon mit der tollen Eröffnungsveranstaltung am Montag mit 10 000 Zuschauern: ein Programm voller Enthusiasmus, voller Emotionen. Und das setzte sich bei den Sportveranstaltungen fort. Das haben mir auch die Athletinnen und Athleten in den Gesprächen bestätigt. Es waren sonnige Spiele im weitesten Sinne.
Wir hatten diesmal eine Breite an Finanzierungsmöglichkeiten. Es gab zwar nicht die eine große Spende, aber viele kleine, mittlere Spenden. Das hat für mich einen großen Wert.
Etwas ganz besonderes bei den National Games ist das Healthy Athlets-Programm, ganz klar. Dieses Programm neben – neben, nicht hinter – dem Sport demonstriert eine große Gemeinschaftsleistung. Die vielen Helfer, die seit Jahren dabei sind und einen Teil ihrer Freizeit, einen Teil ihres Jahresurlaubs opfern, kommen zu den National Games, um den Athleten gesundheitlich zu helfen, um sie medizinisch zu betreuen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal dieser Spiele.
Ich möchte auch allen Mitwirkenden, Organisatoren und Volunteers danken. Vielen Dank für den guten Job.“
Hans-Jürgen Schulke (OK-Präsident und SOD-Vizepräsident): „Wir haben alle wesentlichen Ziele erreicht. In manchen Bereichen wurden unsere Zielsetzungen sogar übertroffen. In wenigen Bereichen wurden die Ziele nicht erreicht: Zum Beispiel im Bereich der Teilnehmerzahl internationaler Athleten. Dennoch: Wir hatten bei diesen National Games in Bremen 4550 Teilnehmer – das sind 30 Prozent mehr als im Vergleich zu Karlsruhe. Das Medienecho war diesmal sehr hoch, die politische Aufmerksamkeit ebenfalls. Wir haben unsere finanziellen Ziele erreicht.
Die Region hier hat von den National Games profitiert: Es gab 50 000 Übernachtungen; darüber hinaus gab es 32 000 Essen, 7 000 Akkreditierungen. Das alles hat ein Team logistisch gelenkt, organisiert und vorbereitet. Da hat sich eine Kraft entwickelt, die ist enorm – und beispielhaft. Diese Kraft gilt es unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit zu sichern, und 2 300 engagierte Freiwillige weiter zu qualifizieren.
Was die Zahl der Besucher bei den Sportveranstaltungen angeht: Es hätten sicherlich mehr sein können. Man muss bedenken, dass die meisten Veranstaltungen tagsüber stattfanden – das war eine gute Möglichkeit für Schulklassen, sich die Spiele anzuschauen, aber viele Leute arbeiten da natürlich auch. Das zeigt uns, dass wir uns diesem Punkt künftig noch mehr widmen müssen, um noch mehr Aufmerksamkeit für die National Games zu erzeugen.“
Sven Albrecht (SOD-Geschäftsführer): „Auch die sportliche Bilanz ist beeindruckend. Allein im Tischtennis hatten wir 2 400 Klassifizierungsspiele. Die Spiele hier in Bremen waren ein hervorragender Rahmen für die Athletinnen und Athleten. Wir haben ein sehr positives Feedback von den Fachverbänden bekommen. Und dadurch haben wir von Special Olympics Selbstbewusstsein bekommen. Wir haben ein großes Know-how – und mit dem müssen wir uns nicht verstecken.“
Ulrich Mäurer (Bremer Senator für Inneres und Sport): „Diese Bewegung hat es geschafft in Bremen rüberzukommen. Dass es Menschen mit geistiger Behinderung sind, die hier Sport gemacht haben, das ist, glaube ich, vielen Menschen aber erst in den vergangenen eins, zwei Tagen deutlich geworden. Es geht in Zukunft darum, diese Idee der National Games, diesen Geist in den Landesverband Bremen weiterzutragen.“
Dr. Thomas Bach (DOSB-Präsident und IOC-Vizepräsident): „Bei den National Games wird der gesunde Kern des Sports in besonderer Weise offen gelegt. Die Spiele vermitteln das Beste, was der Sport mit seinen Werten zu bieten hat. Diese Lebensfreude, diese Emotionalität! Hier wird man erfasst von den Gefühlen der Athletinnen und Athleten. Und die Athleten spüren, dass die angenommen werden. Im empfehle jedem, der am Sport zweifelt, dass er sich Sport mit Menschen mit geistiger Behinderung anschauen sollte.
Die Kooperation, die Beziehung zwischen dem DOSB und Special Olympics war anfangs von schwierigen Gesprächen geprägt. Doch alles hat ein gutes Ende gefunden. Und darüber sind wir sehr glücklich. Organisatorisch ist die Inklusion vollzogen, jetzt müssen wir sie auch inhaltlich gestalten und ausbauen.“






